
1975
wurde im Hause Bastei experimentiert: man vermischt den Western- mit dem Grusel-Roman
- beides klassische, sogenannte 'Männer-Romane'. Waren doch beide Genre
bei Bastei erfolgreich, musste dann nicht auch eine Mischung funktionieren?
Und außerdem war es eine ungewöhnliche Idee, innovativ, neu und
durchbrach bisherige 'konservative' Schranken für die Genre-Trennung
im Heftromanbereich - etwas, das in den kreativen siebziger Jahren stets gern
gesehen wurde.
Der Geister-Western war geboren.
Autoren
dieses Experimentes waren dann folgerichtig u.a. U(we). H(ans). Wilken (bekannter
Western-Autor) und Earl Warren (alias Walter Appel, Spezialist für phantastische
Romane), was leider jedoch nichts daran änderte, dass die Mischung nicht
auf die Gunst der Leser stieß: wer gerne Western las, konnte mit Übernatürlichem
im Western-Plot nichts anfangen - die Grusel-Fans waren hingegen der Meinung,
dass der Western-Rahmen einer Grusel-Geschichte eher abträglich war.
Insgesamt überwog in den Romanen aber wohl der Western-Plot.
Die Serie wurde daher mit Band 30 wieder eingestellt.
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