
Überarbeitete
Neuauflage der VK-Serie.
Der Abenteurer
Rolf Torring ist keinesfalls ein müder Abklatsch von Dr. Henry 'Indiana'
Jones jr. oder Alain Quatermain - denn schon allein von der Anzahl seiner
Abenteuer hat er die beiden um Längen geschlagen!
Die Romane
sind echte Abenteuergeschichten, so wie man sich Abenteuer eben zu dieser
Zeit in Indien, auf dem Schwarzen Kontinent oder in Südamerika vorstellte.
Dabei waren die Geschichten in all ihrer Harmlosigkeit eigentlich zu ihrer
Zeit nicht politisch korrekt: aus damaliger Sicht war es für die Reichsschrifttumkammer
ein Unding, dass ein Schwarzer (Pongo) fast gleichberechtigt und mit deutlich
schärferen Sinnen und Fähigkeiten ausgestattet, neben zwei weißen
Protagonisten auftrat. Der Autor Wilhem Reinhard hatte durch seine weltoffene
Einstellung daher auch zunehmend Probleme bei der Veröffentlichung der
Geschichten.
Aus heutiger Sicht ist die klischeehafte, abgehackte Sprache von Pongo bzw.
vieler Ausländer eher kritisch, wobei wohl jedoch keine ausländerfeindliche
Haltung des Autors bestand. Inder und Afrikaner, aber auch Engländer
und Franzosen wurden entgegen der Zeit nicht als Feinde oder Untermenschen
dargestellt (naja, die Franzosen wohl doch ein bißchen, schließlich
lag der Erste Weltkrieg noch nicht lange zurück).
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